Download statt Scrollen?
pdf, 1 mbDie auf dieser Webseite gebündelten Ressourcen und Handlungsschritte zum Umgang mit Wissenschaftsanfeindungen stehen Ihnen auch als herunterladbare Broschüre zur Verfügung.
Angriffe richten sich gezielt gegen Forschende aus den Geistes-, Sozial- und Naturwissenschaften – insbesondere bei gesellschaftlich umstrittenen Themen wie Krieg und Frieden, sowie Virologie und Klimaforschung.
45% der 2023 befragten Wissenschaftler:innen in Deutschland haben Wissenschaftsfeindlichkeit selbst erlebt, 70% nehmen eine Zunahme in Deutschland wahr (DZHW-Studie 2024Externer Link).
Typische Angriffsformen
Mit solchen Anfeindungen sind Sie nicht allein. Sie sind dokumentierbar und es gibt kommunikative, rechtliche und psychologische Unterstützung.
1. Sicherheit prüfen
Bei unmittelbarer Gefahr: Polizei (110) & Campussicherheit kontaktieren. Eigene Sicherheit hat Vorrang.
2. Dokumentieren und Drohungen ernstnehmen
Screenshots mit Zeitstempel, URLs, Metadaten sichern. Gedächtnisprotokolle anlegen. Anleitung für rechtssichere Screenshots finden Sie bei HateAidExterner Link.
3. Nicht alleine bleiben
Vorgesetzte, Vertrauenspersonen, Beratungsstellen informieren. Kolleg:innen einbeziehen – auch als Zeug:innen. Scicomm-Support: 0157 923 448 04 – unterstützt auch bei latenten Bedrohungslagen
4. Keine übereilte Reaktion
Keine Ad-hoc-Antworten auf Angriffe. Erst intern abstimmen und Kommunikationsstrategie klären. Drei mögliche Strategien:
♦ Nicht füttern („don’t feed the trolls”): Reaktionen können den Vorfall verlängern
♦ Klar begrenzen und moderieren: Regeln posten, löschen / ausblenden, blockieren, melden
♦ Gezielt Stellung nehmen (mit Organisation und unter Einbindung der Pressestelle): nur mit Plan, Fakten, kurzer Kernbotschaft
5. Beratung suchen
Fachliche Unterstützung holen (siehe unten). Rechtliche und psychologische Beratung in Anspruch nehmen.
Quellen: siehe "Leitfäden zum Download"
Die Campussicherheit / Notfallnummer Notruf Sicherheitsdienst: +49 3641 9-419999
♦ Scicomm-SupportExterner Link Nationale Anlaufstelle bei Angriffen auf Wissenschaftskommunikation: telefonische Beratung, Trainings und Workshops
♦ Mobile BeratungExterner Link Bundesweite Beratung zu Rechtsextremismus, Rassismus, Antisemitismus, Antifeminismus und Verschwörungserzählungen.
♦ Hate AidExterner Link Beratung und Unterstützung von Betroffenen von Online-Hassrede und Hasskommentaren
♦ MOBITExterner Link Mobile Beratung in Thüringen
♦ EzraExterner Link Beratung für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Thüringen
Wissenschaftsfeindliche und politisch motivierte Angriffe auf Wissenschaftler:innen durch parlamentarische Anfragen, koordinierte Online-Kampagnen oder persönliche Bedrohungen nehmen zu.
Diese Webseite und unsere herunterladbare Broschüre bündeln Ressourcen und erste Handlungsschritte für alle, die an der FSU Jena und darüber hinaus forschen und lehren.
Herausgegeben vom Zentrum für Rechtsextremismusforschung, Demokratiebildung und gesellschaftliche Integration (KomRex) an der Friedrich-Schiller-Universität Jena.
Weiterführende Publikationen