Ein Expertenwegweiser zur Universität Jena

Es gehört zu den Aufgaben einer Universität, Entwicklungen der sie umgebenden Gesellschaft zu analysieren, kritisch zu reflektieren und aus gesicherten Wissensbeständen heraus Vorschläge zu ihrer Bewältigung zu erarbeiten. Als im November 2011 die Mordserie der NSU aufgedeckt wurde, stellte dies für die zivilgesellschaftlichen Werten verpflichtete Friedrich-Schiller-Universität eine neue Herausforderung für ihre Forschungen zum Rechtsextremismus dar. Auf einer öffentlichen Podiumsdiskussion im Februar 2011 wurde deshalb der Vorschlag unterbreitet, einschlägige Forschungen an der Universität zusammenzuführen und in einem Zentrum zu bündeln, um gemeinsam weitergehende Fragestellungen bearbeiten zu können. Teil des damaligen Vorschlages war die Erstellung einer als Broschüre und online zu veröffentlichenden und regelmäßig zu aktualisierenden Zusammenstellung der Forscherinnen und Forscher, Forschungen und spezifischen Kompetenzen zum Thema "Rechtsextremismus". Dieser Expertenwegweiser wird hiermit vorgelegt. Er enthält drei Teile:

1. Eine Zusammenstellung der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der FSU, die zur Erforschung des Rechtsextremismus beigetragen haben und beitragen. Diese Zusammenstellung soll einerseits die Breite einschlägiger Forschungen an der FSU dokumentieren; sie soll es andererseits der Politik, Gruppen der Zivilgesellschaft ermöglichen, konkrete Fragen gezielt an Experten heranzutragen.

2. Eine Bibliographie zum Thema, die vorwiegend Beiträge der letzten Jahre enthält. Ihrer Erschließung dient schließlich

3. eine Konkordanz, in der nach Stichworten zum Themenkreis des Rechtsextremismus sortiert Expertenbeiträge leicht auffindbar gemacht sind.

Der Expertenwegweiser belegt eindrucksvoll, in welcher Dichte und thematischen Breite sich Forscherinnen und Forscher der Friedrich-Schiller-Universität dem komplexen Thema des Rechtsextremismus gewidmet haben und widmen. Für die Universität selbst ist sie zudem ein willkommenes Instrument, thematische Nachbarschaften zu entdecken und zu weiterführenden Forschungsprojekten anzuregen.

 

Prof. Dr. Klaus Dicke
Rektor der Friedrich-Schiller-Universität Jena