Topografie des Rechtsextremismus in Thüringen

Soziologisches Forschungsprojekt zur regionalen Verbreitung rechtsextremer Einstellungen, Strukturen und Aktivitäten

Überblick

Die Topografie des Rechtsextremismus in Thüringen wird seit 2017 jährlich veröffentlicht. Ziel des Projektes ist die Sammlung und Aufbereitung von öffentlich zugänglichen Daten zu unterschiedlichen Phänomenen des Rechtsextremismus in Thüringen. Diese Daten werden in einem Datensatz integriert und statistisch ausgewertet. Dabei werden unterschiedliche rechtsextremen Einstellungen, Aktivitäten, Strukturen sowie deren regionale Verbreitung analysiert und sichtbar gemacht.

Das Projekt wird durch das Thüringer Landesprogramm für Demokratie, Toleranz und Weltoffenheit DenkBunt finanziert. Die Sekundärdatenerhebung und -aktualisierung erfolgt in Abstimmung mit den die Primärdaten erhebenden Organisationen wie MOBIT und ezra (ebenfalls DenkBunt) sowie dem Landeskriminalamt. Darüber hinaus finden umfangreiche quellenkritische Recherchen zu den dynamischen Entwicklungen der Strukturen und Aktivitäten des Rechtsextremismus im Freistaat statt (u. a. Medienberichterstattung, Antworten auf parlamentarische Anfragen, Verfassungsschutzberichte, aktuelle Ereignisse).

In Verbindung mit dem Thüringen-Monitor werden die darin gemessenen rechtsextremen, ethnozentrischen und neo-nationalsozialistischen Einstellungen der Bevölkerung in der Topografie erstmals auf Kreisebene (Thüringer Landkreise und kreisfreie Städte) untersucht.

Topografie 2022 – Jena
Beteiligte
Leitung: Prof. Dr. Andreas Beelmann (seit 01/2020)

Mitarbeitende: Matthias Koch (seit 01/2020) & Marius Miehlke (seit 11/2016)
Information

Hier geht es zur interaktiven Online-Topografie

Eine grundlegend überarbeitete Version des Online-Angebots ist für Mitte 2022 geplant.

Bitte beachten Sie unsere Begleitbroschüre (PDF nicht barrierefrei), die wichtigsten Informationen und Hinweise zur Benutzung der Online-Karte enthält. 

Die gedruckte Version der Broschüre kann beim Sekretariat des KomRex bestellt werden.

Neuerscheinung: Projektbericht 2021

Mit den Protesten gegen die Pandemiemaßnahmen ist eine neue, vielfältige Bewegung entstanden, die in einigen Fällen Potenzial für die Ausbildung von Radikalisierungsdynamiken bietet. Regelmäßig mischen sich Verschwörungsideologien, Reichsbürger*innenideologien, Systemumsturzfantasien und rechtsextremistische Narrative zur Kritik an den Pandemiemaßnahmen.

Topografie-Bericht 2021

Seit 2017 werden im Forschungsprojekt Topografie des Rechtsextremismus und der Gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit in Thüringen Daten zu rechtsextremistischen Einstellungen und Aktivitäten in Thüringen gesammelt.

Der Projektbericht für die Förderperiode 2021 beschäftigt sich neben der Fortführung dieser Dokumentation schwerpunktmäßig mit der Protestbewegung gegen die Pandemiemaßnahmen in Thüringen seit 2020. Am Beispiel von vier Protestgruppierungen wird das Potenzial zur Verbreitung von Einstellungen und Narrativen im Spektrum von Rechtsextremismus und Gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit eingeordnet.

Projektbericht 2021 Eintrag erweitern

Der Projektbericht 2021 dokumentiert Forschungsergebnisse im Zeitraum Januar–Dezember 2020.

Schwerpunkt: Protestbewegung gegen die Pandemie-Maßnahmen in Thüringen. 

Projektbericht 2020 Eintrag erweitern

Der Projektbericht 2020 [pdf, 20 mb] dokumentiert Forschungsergebnisse im Zeitraum Januar–Dezember 2019.

Projektbericht 2019 Eintrag erweitern

Der Projektbericht 2019 [pdf, 3 mb] dokumentiert Forschungsergebnisse im Zeitraum Januar–Dezember 2018.

Projektbericht 2018 Eintrag erweitern

Der Projektbericht 2018 [pdf, 5 mb] dokumentiert Forschungsergebnisse im Zeitraum Januar–Dezember 2017.

Projektbericht 2017 Eintrag erweitern

Der Projektbericht 2017 [pdf, 7 mb] dokumentiert Forschungsergebnisse im Zeitraum Januar–Dezember 2016.

Projektleitung

Andreas Beelmann, Univ.-Prof. Dr.
Andreas Beelmann
Raum E007
Humboldtstraße 26
07743 Jena
Sprechzeiten:
im Semester: Donnerstag 11.00 bis 13.00 Uhr
Matthias Koch
Matthias Koch