Projekte der Mitglieder

Constructing AcTive CitizensHip with European Youth: Policies, Practices, Challenges and Solutions. Inhalt einblenden

A major challenge for the EU is currently “bridging the gap” between young Europeans and EU Institutions, and improving dialogue, in order to enhance young people’s trust in EU Institutions and their active engagement in EU issues. Including young people’s perspectives is essential to ensuring the continuation of participatory and representative democracy. Through the joint contribution of different disciplines (Psychology, Political Science, Sociology, Media and Communications, Education) CATCH-EyoU has the aim to identify the factors, located at different levels (psychological, developmental, macro social and contextual) influencing the different forms of youth active engagement in Europe. Through different studies, qualitative, quantitative, and an active citizenship intervention in schools, the project will provide a multifaceted understanding of the different factors influencing the perspectives of young people on Europe and of the ways in which young people engage in society, offering policy makers new instruments and “conceptual lenses” to better understand this generation, how they approach public authorities and how they engage materially and symbolically in order to participate in the construction of the societies they inhabit and shape the governmental regimes under which they live. This new understanding will help to bring the European Union closer to all its citizens, not only the young.

Main contributions from Jena address WPs 4 and 7 which are co-lead by Jena team members with a particular expertise in the quantitative study of social and political participation as well as politicaldevelopment, in general, and an extensive record in the analysis of large longitudinal data sets. Experiences gathered as members of the FP7 PIDOP Consortium will greatly facilitate to handle these tasks as as the participation in the other WPs.

Projektleitung: Prof. Dr. Peter Noack (für das Teilprojekt in der Verantwortung der FSU Jena)

Mitarbeitende: Dr. Katharina Eckstein, Dipl. Psych. Monique Landberg

in Kooperation mit: Universität Leipzig

Professionalisierung von Anfang an im Jenaer Modell der Lehrerbildung Inhalt einblenden

Projektleitung:

Mitarbeitende:

Willkommensstädte Inhalt einblenden

Thüringen nimmt zurzeit eine große Zahl von Flüchtlingen auf. Damit machen viele Städte Erfahrungen mit kultureller Unterschiedlichkeit, wie es in dieser Weise bislang noch nicht geschehen ist. Die Aufnahme von Asylsuchenden stellt die Kommunen und ihre Bürger vor viele Herausforderungen. Diese betreffen die logistischen, planerischen und räumlichen Aspekte der Stadt, sie liegen aber auch in der sozialen und mentalen Entwicklung einer Willkommenskultur. Ausgangspunkt des Projektes „Willkommensstädte“ ist die Annahme, dass Städte und Landkreise sich auf eine langfristige und umfassende Veränderung vieler Formen des bisherigen Zusammenlebens einstellen müssen. Dieser Prozess wird viele Fragen und Probleme hervorrufen, die das Projekt begleitend und beratend mit lokalen Partnern nachgeht. Dabei gehen wir davon aus, dass die heutige und zukünftige Einwanderung nach Thüringen den Kommunen die Gelegenheit geben wird, neue Chancen für die Stadtentwicklung wahrzunehmen.

Projektleitung: Prof. Dr. Frank Eckardt (Bauhaus Universität Weimar)

Autoritarismus: Entwirrung von politischer Ideologie und psychologischen Prozessen Inhalt einblenden

Autoritarismus wird im Alltag und der Forschung verstanden als Festhalten an Konventionen und Traditionen, Unterordnung unter Autoritäten und Abneigung gegenüber Abweichlern und Fremdgruppen. Die Forschung zeigt stabile Korrelationen von Autoritarismus und unterschiedlichen Vorurteilen. Sozialpsychologische Prozesse, die dem Autoritarismus unterliegen und diese Korrelation erklären könnten, wurden dabei meist nicht berücksichtigt. Der vorliegende Antrag schlägt eine neue Konzeptualisierung von Autoritarismus basierend auf allgemeinen Gruppenprozessen vor und entwickelt ein Forschungsprogramm mit dem einige zentrale Annahmen dieser Weiterentwicklung überprüft werden können. Ausgehend von Altemeyers Right Wing Authoritarianism (1981) werden grundlegende psychologische Prozesse des Konventionalismus, der autoritären Submission und der autoritären Aggression vorgeschlagen. Das Forschungsprogramm soll zeigen, dass die Bestrafung von Eigengruppennormabweichlern ein allgemeines Charakteristikum des Autoritarismus ist, das sich unabhängig von spezifischen politischen Ideologien gegen abweichende Individuen oder Gruppen richten kann. Bestrafung von Eigengruppennormabweichlern führt einerseits zu den bekannten Vorurteilen und Diskriminierung, erhöht andererseits aber auch die Kohäsion und Kooperation innerhalb der Eigengruppe. Ferner untersuchen wir, inwiefern Autoritarismus gruppenspezifisch ist sowie die Prozesse innerhalb der Eigengruppe, durch die spezifische und generelle Vorurteile erklärt werden können. Außerdem werden wir die Bedingungen untersuchen, unter denen die Bestrafung von Eigengruppennormabweichlern als autoritär wahrgenommen wird.

Projektleitung: Prof. Dr. Thomas Kessler

Mitarbeitende: Katrin Obst, Daniel Seewald

 

Neue Kultur des Helfens oder Schattenökonomie? Engagement und Freiwilligenarbeit im Strukturwandel des Wohlfahrtsstaats Inhalt einblenden

Im Zuge der Restrukturierung hin zum aktivierenden Sozialstaat, forciert durch die Krise der Staatsfi-nanzen und eine Krise sozialer Reproduktion, gewinnt das sorgende Potenzial unbezahlter Arbeit - auch jenseits familiärer Kontexte - (sozial-)politisch an Bedeutung. In Zeiten, da immer weniger Frauen ganztägig als "heimliche Ressource der Sozialpolitik" (Beck-Gernsheim 1991: 66) zur Verfü-gung stehen, wird zunehmend die moralische Pflicht zur gemeinwohldienlichen Aktivität aller SozialstaatsbürgerInnen proklamiert. Angesichts der empirisch gut belegten, politischen Adressierung von Engagement und Freiwilligenarbeit als neuer Produktivitätsressource interessiert uns, inwiefern konkrete Aktivitäten staatlicherseits für eine subsidiäre Daseinsfürsorge in Dienst genommen werden und wie diese Konstellation von Engagierten wie 'HilfsempfängerInnen' erlebt, gedeutet und gestaltet wird.
Während es an übergreifenden Zeitdiagnosen sowie an Fallstudien zu einzelnen Engagementfeldern nicht mangelt, fehlt es an wohlfahrtsstaatstheoretisch fundierten, empirischen Analysen, die die Inanspruchnahme unbezahlter oder geringfügig entschädigter Arbeit in unterschiedlichen Feldern in den Blick nehmen und ihre materielle wie symbolische Funktion im Wohlfahrtsmix vergleichend eruieren. Ausgehend von einer Rekonstruktion der institutionellen und diskursiven Rahmenbedingungen von Engagement und Freiwilligenarbeit im aktivierenden Sozialstaat, sollen im Forschungsvorhaben entlang der drei empirischen Säulen 'Flüchtlingshilfe', 'Pflege' und 'kommunale Infrastruktur' explorative Fallstudien in Baden-Württemberg und Berlin/Brandenburg durchgeführt werden, die eine im Vergleich geschärfte Analyse der Funktionsmechanismen und Nutzungspraktiken in den ver-schiedenen Engagementfeldern ermöglichen.
Das Vorhaben zeichnet sich durch die Verschränkung von drei Analyseebenen aus, die in der Forschung bislang weitgehend unverbunden nebeneinander stehen: Die makrosoziologische Analyse politischer Adressierungen, Institutionen und Policies (Ebene 1), d.h. die Analyse der "Regierung der Freiwilligkeit" (Neumann 2016: 23), wird ergänzt um eine qualitative Interviewstudie mit Engagierten und 'HilfsempfängerInnen', die Mikropolitiken der Freiwilligenarbeit (z.B. mit Blick auf Sinnstiftung, Überforderung oder erlebte Abhängigkeit) in den drei empirischen Säulen in den Blick nimmt (Ebene 2). Hier ist die Frage nach dem Eigensinn - und damit nicht zuletzt nach dem kritischen und widerständigen Potenzial - freiwilligen Engagements im aktivierenden Sozialstaat zentral. Die dritte Analyseebene adressiert die polit-ökonomischen und professionspolitischen Implikationen der Indienstnahme von Engagement und Freiwilligenarbeit, fragt also zusätzlich zu den Mikropolitiken der Freiwilligenarbeit aus Sicht der Akteure nach den materiellen und professionsrelevanten Konsequenzen für die Zukunft von sozialer Daseinsvorsorge und Erwerbsarbeit. Die Zusammenschau aller drei Analyseebenen adressiert die übergreifende Frage, inwiefern das Fördern, Fordern und In-Anspruch-Nehmen von Engagement und Freiwilligenarbeit im aktivierenden Staat zum Vehikel von Informalisierungs- und De-Professionalisierungsprozessen wird. A New Culture of Helping Others or Shadow Economy? Volunteer Labour and Welfare State Transformation in Germany

Projektleitung: Prof. Dr. Silke van Dyk, Dr. Tine Haubner

Mitarbeitende: Dr. Emma Dowling

 

abgeschlossene Projekte

BrandSchutz. Mentalitäten der Intoleranz - was kann Kunst bewirken? Inhalt einblenden
Projektteam BrandSchutz

Die Ausstellung "BrandSchutz", die im September 2013 eröffnet wird, soll künstlerische Arbeiten präsentieren, die nicht populistisch agitieren, sondern intolerante Tendenzen in der Mitte der Gesellschaft mit differenzierten, subtilen und mitunter auch mit ironischen oder provokativen Mitteln zur Sprache bringen. Sie wird begleitet durch zwei Kunstprojekte im öffentlichen Raum, eine öffentliche Vortragsreihe, eine Filmreihe sowie ein wissenschaftliches Symposium.

Das Gesamtprojekt wird im Rahmen von Lehrveranstaltungen gemeinsam mit Studierenden der Kunstgeschichte vorbereitet.

Projektleitung: Prof. Dr. Verena Krieger

Mitarbeitende: Dr. Elisabeth Fritz, Stephan Rößler, Christina Reusch

in Kooperation mit: Jenaer Kunstverein

Demokratisch Handeln Inhalt einblenden

Der Wettbewerb Demokratisch Handeln wird seit 1990 für alle allgemeinbildenden Schulen in Deutschland ausgeschrieben.
Wir suchen und unterstützen Projekte, Initiativen und Ideen, in denen das Lernen für Demokratie und Politik um Erfahrungsmöglichkeiten erweitert wird sowie Themen und Aufgaben des Gemeinwesens in den Mittelpunkt eines verstehenden und handelnden Lernens kommen. Unsere "Lernstatt Demokratie" bietet dabei eine einzigartige Gelegenheit der Begegnung von Schülerinnen und Schülern.

Projektleitung: Dr. Wolfgang Beutel

in Kooperation mit: BMBF, Körber-Stiftung, Friedrich-Schiller-Universität Jena

Professionalisierung von Anfang an im Jenaer Modell der Lehrerbildung (ProfJL): Teilprojekt 3a: Bildungswissenschaftliche Vorbereitungsmodule Inhalt einblenden

Projektleitung: Prof. Dr. Nils Berkemeyer

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